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Nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz dürfen homosexuelle Paare Kinder adoptieren

Adoption

Obwohl Homosexualität in Deutschland, inzwischen, in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, sind eingetragene Lebenspartnerschaften bisher nicht komplett mit der Ehe gleichgestellt; es gibt unter anderem Unterschiede in einigen Bereichen wie Steuerrecht oder Adoption.

Nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz sind eingetragene Lebenspartnerschaften monogame Partnerschaft zwischen zwei gleichgeschlechtlichen, volljährigen Partnern. Heute gibt es nur noch wenige Unterschiede zwischen Ehen und eingetragenen Lebenspartnerschafen im Bereich des Adoptionsrechts.

  • Stiefkindadoption
  • Adoption durch einen Lebenspartner
  • Sukzessive Zweitadoption
  • Gemeinsame Adoption

Stiefkindadoption

Nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz dürfen homosexuelle Paare Kinder adoptierenEine Stiefkindadoption liegt vor wenn einer der Lebenspartner biologisches Elternteil des Kindes ist. In diesem Fall darf der andere Lebenspartner dieses Kind rechtskräftig adoptieren. Hier gibt die eingetragene Lebenspartnerschaft die gleichen Rechte wie sie ein Partner in einer Ehe hat.

Adoption durch einen Lebenspartner

Nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz ebenso erlaubt, ist es wenn ein Lebenspartner ein Kind alleine adoptiert. Hier sieht das Gesetz, wie bei einer klassischen Ehe, vor, dass der andere Partner dieser Adoption zustimmen muss. Dadurch wird dieser, jedoch nicht zum Elternteil des von seinem Partner adoptierten Kindes.

Sukzessive Zweitadoption

Die Sukzessive Zweitadoption beschreibt den Fall, dass ein von einem Partner adoptiertes Kind vom anderen Partner adoptiert werden. Keiner der Partner ist in diesem Fall biologisches Elternteil des Kindes. Dies ist bei der herkömmlichen Ehe erlaubt, war im Lebenspartnerschaftsgesetz aber nicht vorgesehen. Am 19. Februar 2013, entschied das Bundesverfassungsgericht, dass auch in Paare, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, ein Partner das Adoptivkind des anderen Partners adoptieren kann. Dadurch ist es zumindest indirekt möglich, dass schwule oder lesbische Paar gemeinsam als Elternteile eines Kindes eingetragen sind.

Gemeinsame Adoption

Die gemeinsame Adoption eines Kindes durch ein Paar in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist bisher in Deutschland nicht direkt erlaubt. Es gibt, aber, seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Februar die Möglichkeit, dass ein Lebenspartner ein Kind adoptiert und der andere Partner es in einer sukzessiven Zweitadoption adoptiert. Dadurch sind beide Lebenspartner rechtlich Elternteile des Kindes. In vielen europäischen Ländern, wie im Vereinigten Königreich, den Niederlanden und seit neuestem in Frankreich, sind auch direkte gemeinsame Adoptionen von nicht biologischen Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare erlaubt.

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