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Alles über das Lebenspartnerschaftsgesetz

Das Lebenspartnerschaftsgesetz ermöglicht eingetragene Lebensgemeinschaft

Eingetragene Lebenspartnerschaft

Die eingetragene Lebenspartnerschaft bezeichnet das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Partner in einer bestimmten Nation, in der die gleichgeschlechtliche Partnerschaft eine rechtliche Sicherung durch Eintragung verschafft. Rechtliche Regelungen der Vorteile, die sich für die Lebenspartner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft ergeben, sind von der nationalen Gesetzgebung abhängig und variieren in ihrer Form.

Die eingetragene Lebenspartnerschaft in Deutschland

Das Lebenspartnerschaftsgesetz  ermöglicht eingetragene LebensgemeinschaftIn Deutschland stellt die eingetragene Lebenspartnerschaft eine Form des Zusammenlebens von homosexuellen Partnern dar, die neben der Eheform besteht. Diese Form der Lebensgemeinschaft bietet aus diesen Gründen nur gleichgeschlechtlichen Lebenspartner eine rechtliche Absicherung. Dennoch ist die gesetzliche Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft und der Ehe in Deutschland nicht gegeben. Da laut § 3 GG die Ehe in Deutschland unter besonderem Schutz steht, fand bisher keine Gleichstellung der beschriebenen Lebensform statt. Beispielhaft ist hier die Einschränkung des Adoptionsrechtes für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft in Deutschland. Mit Ausnahme der Stiefkindsadoption obliegt der Lebenspartnerschaft nicht das Recht, Kinder zu adoptieren. Dieses Recht ist im Gegensatz hierzu der Lebensform der Ehe zugesichert. Die Adoption eines Kindes durch nur eine Person innerhalb der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft ist hingegen erlaubt und kann nach dem herkömmlichen Antragsverfahren vollzogen werden.

Kritik an den gesetzlichen Regelungen

Nationale sowie internationale Proteste fordern immer wieder die Gleichberechtigung der unterschiedlichen Lebensformen. In Deutschland stellt sich an dieser Stelle explizit die Frage inwieweit die ungleiche Behandlung von Ehe und gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstößt. Zusätzlich wird Kritik an dem Umstand geübt, dass durch eine eingetragene Lebenspartnerschaft den dieser Partnerschaft angehörigen Personen häufig mehr Pflichten als Rechte eingeräumt werden, sodass ein erneuter Bezug zum Antidiskriminierungsgesetz hergestellt wird. Der geäußerten Kritik tritt die Opposition mit der Argumentation gegenüber, dass in Deutschland die Ehe grundgesetzlich gesichert unter besonderem Schutz steht und somit eine Gleichbehandlung der beiden Lebensformen ausgeschlossen ist. Vorreiter auf dem Gebiet der Gleichberechtigung der beiden Lebensformen stellt Frankreich dar, die 2013 einen solchen, vorbeschriebenen Gesetzesentwurf legitimierten und verabschiedeten. Dennoch wurde auch in Frankreich durch Oppositionelle massive Kritik an einer solchen Gesetztesänderung geübt.

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